Mit seinen theologischen Interventionen ist der anglikanische Theologe Ephraim Radner im anglophonen Diskurs schon lange eine bekannte Größe. Radner, Sohn einer katholischen Mutter und eines jüdischen Vaters, wandte sich mit 14 Jahren dem christlichen Glauben zu und arbeitete nach dem Studium als Missionar in Burundi. Er wirkte als Priester und lehrte bis zu seiner Emeritierung Historische Theologie am Wycliffe College der Toronto School of Theology.
„Öffentliche Diskussionen beruhen auf der Selbstverständlichkeit, dass jeder Teilnehmer dem anderen respektvoll zuhört, dessen Argumente ernst nimmt, abwägt und auch bereit ist, sich vom besseren Argument des anderen überzeugen zu lassen. Am öffentlichen Diskurs beteiligt sich mittlerweile die Figur des ‚moralisierenden Missionars‘. Er will gar nicht sachliche Erwägungen austauschen und seinem Gegenüber zuhören.