Was Jan Loffeld hier aufzeigt, ist nicht neu. Gleichwohl lohnt sich das Buch. Denn Loffeld schreibt aus katholischer Sicht mit einer besonderen Schärfung durch die Erfahrungen aus den Niederlanden, bleibt dabei nicht bei einer schonungslosen Analyse stecken, sondern zeigt Wege für die Kirche auf.
Pluralität kann schnell zur Beliebigkeit werden. Religiöse Wahrheitsansprüche werden relativiert und dies als akademische Neuheit deklariert. Kirchen und theologische Ausbildung in Deutschland stehen in dieser Gefahr. Darum ist das Buch des Wuppertaler Professors für Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Henning Wrogemann, sehr willkommen.
Es lässt aufhorchen, wenn mit Hartmut Rosa ein viel diskutierter Soziologe schreibt: „Demokratie braucht Religion“ (2022) und im Folgejahr der nicht minder bekannte Staatsrechtler Paul Kirchof „Religion und Glaube als Grundlage einer freien Gesellschaft“ benennt.